VerA – Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen

Ende 2008 hat der SES die Initiative VerA zur Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen aufgelegt und trägt so zur Bekämpfung des Fachkräftemangels bei. Denn: In Deutschland werden etwa 25 Prozent aller Ausbildungsverträge vorzeitig gelöst. Nur die Hälfte der Betroffenen setzt die Ausbildung in einem anderen Beruf oder Betrieb fort.

Im Tandem erfolgreich

VerA ist ein bundesweites Mentorenprogramm für junge Menschen, denen die Ausbildung schwerfällt. Die Initiative hilft zum Beispiel bei Problemen in der Berufsschule und im Ausbildungsbetrieb, aber auch bei privaten Sorgen.

Das Besondere an VerA ist das Tandem-Modell: Auszubildende, die Unterstützung wünschen, erhalten individuelle Förderung durch eine Expertin oder einen Experten des SES. Jährlich nehmen etwa 5.000 junge Menschen dieses Angebot in Anspruch – die große Mehrheit mit Erfolg.

Der SES bereitet seine Expertinnen und Experten auf die Übernahme einer Ausbildungsbegleitung gezielt vor und bringt sie ins Gespräch miteinander – mit

  • einem zweitägigen Einführungsseminar
  • regelmäßigen regionalen Treffen zum Erfahrungsaustausch

Entstehende Kosten werden durch eine monatliche Aufwandsentschädigung in Höhe von 50 Euro ausgeglichen.

Einsatzdauer, Partner und Kosten

VerA-Ausbildungsbegleitungen sind zunächst auf ein Jahr angelegt, können bei Bedarf aber verlängert werden. Ort, Form und Inhalt der Zusammenarbeit legt jedes VerA-Tandem im Einzelfall fest.

Partner des SES bei VerA sind der Bundesverband der Freien Berufe (BFB), der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH).

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert VerA im Rahmen der Initiative „Abschluss und Anschluss – Bildungsketten bis zum Ausbildungsabschluss“ (Initiative Bildungsketten). Eine VerA-Begleitung ist für Auszubildende, Ausbildungsbetriebe und Berufsschulen kostenfrei.