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Neues von MYDI – Treffen der Projektpartner in Paris

Bonn. Im Rahmen des von der Europäischen Union geförderten Projekts „Mentoring young disadvantaged people for inclusion“ (MYDI) hat am 22. und 23. November 2018 ein Treffen der elf Projektpartner in Paris stattgefunden. Bei der Tagung stellten die drei französischen Partnerorganisationen AGIR, ECTI und OTECI ihre Methoden zur Förderung von jungen Menschen vor, die keine Schule besuchen, keine Ausbildung absolvieren und keiner Arbeit nachgehen.

Die drei Organisationen kümmern sich vorrangig um diese NEETs (Neither in Education, Employment or Training) und unterstützen die staatlichen Bemühungen darum, diese Personengruppe aufzufangen. Sie leisten Überzeugungsarbeit an der Basis, helfen bei der Suche nach Praktikumsplätzen und klären über die Ansprüche auf Förderung auf. Ein Teil dieser Maßnahmen wird aus der Jugendgarantie der Europäischen Kommission finanziert.

Ferner betreuen die Fachleute von AGIR, ECTI und OTECI Doktorandinnen und Doktoranten. Ziel ist es, die Studierenden für eine Tätigkeit in der Wirtschaft zu interessieren. Darüber hinaus werden Jugendliche im Strafvollzug gefördert und auf ein Leben nach der Entlassung vorbereitet.

Nächstes MYDI-Treffen in Saarbrücken

Diese und weitere Hilfsangebote werden Thema beim nächsten Treffen der MYDI-Projektpartner im Frühjahr 2019 in Saarbrücken sein. Die Veranstaltung wird unter anderem den saarländischen Expertinnen und Experten des Senior Experten Service (SES) und seinen dortigen Partnerorganisationen offenstehen. Das Treffen in Saarbrücken dient dem Erfahrungs- und Informationsaustausch über die besten Methoden zur Förderung benachteiligter junger Menschen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt – dem wichtigsten Anliegen des MYDI-Projekts, das insbesondere die Übertragbarkeit der Methoden auslotet und dabei sieben europäische Staaten in den Blick nimmt.

Zu diesem Zweck sind die Partnerorganisationen bereits in Paris, Helsinki, Bratislava und Wien zusammengekommen. Ein Ergebnis der Diskussionsrunden ist ein geplantes Pilotprojekt von AGIR, ECTI und OTECI in Lyon, das die SES-Initiative VerA zur Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen in die dortige Praxis übertragen soll und vom SES unterstützt wird. Auch andere französische Regionen haben bereits Interesse angemeldet.

„Für mich ist das MYDI-Projekt ein ausgezeichneter Beitrag zur europäischen Kooperation im Bereich der beruflichen Bildung. Die Tatsache, dass sich drei französische Organisationen einen deutschen Förderansatz zu eigen machen, um möglichst vielen jungen Menschen den Weg in Richtung Beruf zu ebnen, zeigt, dass Europa auf der praktischen Ebene funktioniert“, sagt Gisela Lange, MYDI-Projektleiterin beim SES.

Über MYDI:

Hinter MYDI stehen die Senior-Experten-Organisationen aus Belgien (EXCHANGE), Deutschland (SES), Frankreich (AGIR, ECTI, OTECI), Finnland (NESTOR), Italien (ISES) und Österreich (ASEP), die europäische Konföderation dieser Organisationen (CESES) sowie die Comenius-Universität in Bratislava und die Stadt Helsinki.

Das Projekt wird vom Programm Erasmus+ der Europäischen Union kofinanziert.

Weitere Informationen: g.lange@ses-bonn.de