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Jahrespressegespräch beim Senior Experten Service (SES): Wissen der ‚Generation Ruhestand‘ gefragt wie nie zuvor

Bonn. Der Senior Experten Service (SES) hat heute in Bonn seinen Jahresbericht 2015 vorgestellt. Die führende deutsche Senior-Experten-Organisation präsentierte das beste Ergebnis ihrer Geschichte: Es bestehe größtes Interesse an ehrenamtlichen Experteneinsätzen des SES, das Wissen der ‚Generation Ruhestand‘ sei gefragt wie nie zuvor.

„2015 haben wir weltweit fast 5.000 Einsätze durchgeführt – über 500 oder rund zwölf Prozent mehr als im Vorjahr“, sagte SES-Geschäftsführerin Dr. Susanne Nonnen. Gut 1.700 dieser Einsätze hätten in Entwicklungs- und Schwellenländern stattgefunden, etwa die Hälfte im Rahmen der Initiative VerA zur Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen in Deutschland. „VerA war damit erneut das erfolgreichste einzelne Angebot des SES.“

Gestiegen ist auch die Zahl der Menschen, die für den SES aktiv werden wollten. „Im Dezember 2015 waren bei uns rund 11.900 Fachleute im Ruhestand registriert. Heute ist diese Zahl natürlich längst veraltet. Sie liegt seit diesem Februar bei über 12.000“, so die SES-Chefin weiter. Aber: Nach wie vor suche der SES Nachwuchs, zum Beispiel Fachleute aus Handwerk und Technik mit guten Fremdsprachenkenntnissen.

Die aktuelle Flüchtlingsthematik und die starke Zuwanderung nach Deutschland beschäftigen auch den SES. Seit er existiert, gibt der SES in vielen Herkunftsländern genau die Hilfe zur Selbsthilfe, die jetzt verstärkt gefordert wird. „Es ist diese Art der Hilfe, die auf lange Sicht wirkt“, betonte Dr. Nonnen. Neu ist, dass sich der SES in der Integrationshilfe in Deutschland engagiert. Seit 2015 unterstützt er junge Zuwanderer an allgemein- und berufsbildenden Schulen in Nordrhein-Westfalen und in Baden-Württemberg.

Aus der Einsatzpraxis

Über ihre ehrenamtliche Tätigkeit berichteten eine Expertin und drei Experten. Ihre Einsätze unterstützten

Milchbauern in der Mongolei beim Aufbau einer Genossenschaft,

ein Hostel in Kasachstan und ein Hotel in Tadschikistan,

eine angehende Zahnarzthelferin in Köln, die Probleme in der Ausbildung hatte,

libysche Mädchen in der Willkommensklasse für Flüchtlinge einer Bonner Grundschule.

Über den Senior Experten Service (SES)

Der SES – die Stiftung der Deutschen Wirtschaft für internationale Zusammenarbeit – ist die führende deutsche Entsendeorganisation für ehrenamtliche Fach- und Führungskräfte im Ruhestand. Seine Expertinnen und Experten geben weltweit Hilfe zur Selbsthilfe: in Entwicklungs- und Schwellenländern, aber auch in Deutschland. Seit seiner Gründung im Jahr 1983 hat der SES über 38.000 Einsätze in mehr als 160 Ländern durchgeführt.

Träger des SES sind die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft: der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH). Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt die Tätigkeit des SES im Ausland, das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert sein Engagement für Auszubildende in Deutschland.

Der SES-Jahresbericht 2015 steht zum Download bereit unter: http://www.ses-bonn.de/aktuellespresse/jahresbericht.html

Weitere Informationen – Kommunikation: Dr. Heike Nasdala, Julia Haun, Brigitte Luckhardt, Petra Leven, Dr. Reinhold Meyer, 0228 26090-51/-34/-165/-33, pressenoSpam@ses-bonn.de    www.ses-bonn.de