Neues Ausbildungsjahr – Initiative VerA für die Fachkräfte von morgen: Ehrenamtliche Profis im Ruhestand machen Azubis fit für den Beruf

Bonn. In diesen Tagen startet das neue Ausbildungsjahr, und damit geraten viele junge Menschen schwer in Stress. Überfordert vom Leistungsdruck in Berufsschule oder Ausbildungsbetrieb geben so manche Azubis vorschnell auf. Doch das müsste nicht sein, denn Hilfe ist zum Greifen nahe: unbürokratisch, bundesweit und erfolgreich. Dank VerA!

VerA heißt Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen und ist ein Mentorenprogramm des Senior Experten Service (SES). Seit Ende 2008 bringt die Initiative Fachleute im Ruhestand mit Auszubildenden zusammen, die Unterstützung benötigen, und hat soweit knapp 20.000 Azubis geholfen. Fast alle stehen heute ihren Mann oder ihre Frau im Beruf – eine gute Nachricht in Zeiten des grassierenden Fachkräftemangels.

„Wann immer ein neues Ausbildungsjahr anläuft, machen wir auf uns aufmerksam“, sagt VerA-Chefin Astrid Kloos. „Wir wissen ganz genau, je eher man ein Problem angeht, desto besser. Wir können allen Auszubildenden nur raten: Meldet Euch, bevor es richtig brennt. Das geht ganz bequem online über unsere Webseite vera.ses-bonn.de.“

Im Tandem-Modell, einem Coaching nach dem 1:1-Prinzip, liegt das Erfolgsrezept der Initiative. Bei VerA werden Auszubildende so individuell wie möglich gefördert. Coach und Azubi entscheiden alles im Einzelfall: Welche Inhalte bearbeitet werden, wie dies geschieht und auch, wo und wie oft man sich trifft – passgenauer geht es nicht.

Nur eines bleibt immer gleich. Die Ausbildungsbegleitungen werden von Expertinnen und Experten des SES übernommen: von ehrenamtlichen Fachleuten im Ruhestand, mit der Erfahrung ganzer Berufsleben im Rücken und dem Know-how aus 500 beruflichen Richtungen im Gepäck.

VerA wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und richtet sich an Auszubildende in allen dualen oder schulischen Ausbildungen, ebenso an junge Menschen, die an berufsvorbereitenden Programmen teilnehmen. Einen besonderen Stellenwert nimmt die Förderung des Fachkräftenachwuchses im ländlichen Raum und in Pflege- und Gesundheitsberufen ein.