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09. November 2009 15:58
(Alter: 302 Tage)

500. SES-Einsatz in der Republik Moldau

Bonn, 09.11.2009 Mit 500 ehrenamtlichen Einsätzen in 16 Jahren kann der Senior Experten Service (SES) in Bonn eine ungewöhnlich gute Bilanz seiner bisherigen Aktivitäten in der Republik Moldau vorlegen. Den Jubiläumseinsatz im Oktober übernahm Senior Expertin Dr. Dorothea von Holleben, eine Frauenärztin im Ruhestand aus Berlin. Sie unterstützte Nina Tihon, die in Orhei, nördlich der moldauischen Hauptstadt Chisinau, eine private gynäkologische Praxis betreibt.

Für Dr. von Holleben war ihr jüngster Einsatz bereits der dritte in der Republik Moldau und der zweite, bei dem sie Nina Tihon zur Seite stand. Schon 2008 hatten sich die beiden Gynäkologinnen über den SES kennen gelernt. Gemeinsam nahmen sie sich unter anderem das Wartezimmer der Praxis „Venus N. Tihon“ vor: Es wurde mit Schautafeln und Informationsvideos zur allgemeinen Gesundheits- und Krebsvorsorge in einen regelrechten Medienraum verwandelt.

„Sie schickt der Himmel“, wurde die Berliner Ärztin bei ihrer letzten Ankunft in Orhei im Oktober begrüßt. Im Gepäck hatte sie auch dieses Mal viele organisatorische und fachliche Tipps für die Praxis und die mobile Krebsvorsorge, die Frau Tihon für Frauen im ländlichen Raum aufbaut. Während des 500. Einsatzes legten die beiden Ärztinnen den Grundstock für eine Patientenkartei – ein Hilfsmittel, das in der Republik Moldau noch absolut unüblich ist. Auch regte Dr. von Holleben die Einrichtung von Praktikumsplätzen für junge Arzthelferinnen an. Das entlastet die Praxis und gibt den Auszubildenden einen Einblick in das spätere Berufsleben. Vor allem aber kümmerte sich die Senior Expertin um die Schulung an einem Ultraschallgerät, dessen Anschaffung eine von ihr organisierte Spendenaktion in Deutschland erst ermöglicht hatte.

Seit 1993 gibt der SES in der Republik Moldau mit ehrenamtlichen Fachleuten im Ruhestand „Hilfe zur Selbsthilfe“. Einen Schwerpunkt der SES-Aktivitäten bildet die Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen. Experten des SES gaben zum Beispiel einer Bäckerei im Familienbetrieb in Leova und einer Möbelfabrik in Straseni entscheidende Hinweise für den Umgang mit modernen Maschinen und trugen so maßgeblich zu einer qualitativen und quantitativen Verbesserung der Produktion bei.

Ein weiteres wichtiges Anliegen des SES in der Republik Moldau und anderen Staaten in Südosteuropa ist die Stärkung von Jugendlichen in der Ausbildung. Seit 2004 läuft in diesem Bereich mit Unterstützung der „Robert Bosch Stiftung“ das Programm „Senior Experten nach Osteuropa“.

Der Senior Experten Service (SES) – die Stiftung der Deutschen Wirtschaft für internationale Zusammenarbeit – gibt seit 26 Jahren mit Fachleuten im Ruhestand „Hilfe zur Selbsthilfe“ – ehrenamtlich, schnell und pragmatisch. SES-Experten werden vorwiegend in die Entwicklungs- und Schwellenländer Asiens, Afrikas und Lateinamerikas entsandt, aber auch nach Mittel- und Osteuropa. Bis heute kamen über 21.000 Einsätze in 158 Ländern zustande – 1.510 allein 2008. Mehr als 8.000 Senior Expertinnen und Experten stellen derzeit ihr Wissen zur Verfügung.

Informationen zum SES in Moldau:
Projektleiterin Republik Moldau, Ute Sonnen, Tel.: +49 (0)228 26090-69, E-Mail u.sonnen(at)ses-bonn.de
Informationen zum SES:
Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Dr. Heike Nasdala, Tel.: +49 (0)228 26090-51, E-Mail: h.nasdala(at)ses-bonn.de, Julia Haun, Tel.: +49 (0)228 26090-34, E-Mail: j.haun(at)ses-bonn.de, Homepage: www.ses-bonn.de