07. Dezember 2017 11:16

SES-Ausbildungsinitiative VerA gibt Impulse in Europa: Ein Modell für das Mentorenprogramm MYDI – Auftakt in der IHK Bonn/Rhein-Sieg

Bonn. Im Rahmen des von der Europäischen Union geförderten Projekts „Mentoring young disadvantaged people for inclusion“ (MYDI) hat der Senior Experten Service (SES) seine Initiative VerA zur Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen in Bonn vorgestellt. Gemeinsam wollen die hinter MYDI stehenden Organisationen die Chancen von benachteiligten jungen Menschen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt in sieben EU-Staaten verbessern.

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg war Ende November Gastgeberin eines ersten Treffens, das die MYDI-Partner aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Finnland, Italien, Österreich und der Slowakei zum Planungsgespräch und Erfahrungsaustausch zusammenbrachte.

 „Ich bin ein großer Freund des ‚Systems VerA‘: Fachleute im Ruhestand zu ehrenamtlichen Mentoren von Auszubildenden zu machen, die Hilfe benötigen – diese Idee hat in Deutschland gezündet“, sagte Jürgen Hindenberg, Geschäftsführer Berufsbildung und Fachkräftesicherung der IHK, auf der Tagung. Die Arbeit dieser Fachleute – allesamt Expertinnen und Experten des SES – könne von den Kammern nicht geleistet werden.

Sehr angetan äußerte sich auch Arik Werle, Abteilungsleiter bei der Handwerkskammer zu Köln: „Wenn es VerA nicht schon gäbe, müsste man ein solches Programm erfinden. In Deutschland haben seit Ende 2008 fast 10.000 junge Menschen von VerA profitiert“.

Aufgabe der Partner bei MYDI ist es, Wege der Übertragung von unterschiedlichen Ansätzen zur Förderung junger Menschen auszuloten. Zu diesem Zweck werden sie in den nächsten Monaten in Paris, Helsinki, Bratislava und Wien erneut zusammenkommen, um sich über die verschiedenen Modelle in diesen Ländern zu informieren.

„Für mich ist das MYDI-Projekt ein ausgezeichneter Beitrag zur internationalen Konnektivität im Bereich der beruflichen Bildung“, betonte Dr. Oliver Diehl, im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) für Grundsatzfragen der Beruflichen Bildung zuständig, auf der Tagung in Bonn. Das Ministerium fördere VerA seit neun Jahren. Er sehe gute Chancen für eine Weiterentwicklung des Programmes VerA – gerade vor dem Hintergrund des Bedarfs an Begleitungen für junge Menschen mit Migrationshintergrund.

Als Organisation hinter VerA wird der SES seine Partner bei MYDI nach Kräften unterstützen. „Wir teilen unsere Erfahrung gerne und sind sehr gespannt auch auf andere Ansätze“, versicherte SES-Geschäftsführerin Dr. Susanne Nonnen. Und auch Gisela Lange, MYDI-Projektleiterin beim SES in Bonn, ist sehr zuversichtlich: „Wir gehen gestärkt aus unserem ersten Treffen und hoffen, dass wir in Zukunft möglichst vielen jungen Menschen den Weg in Richtung Beruf ebnen.“

Über MYDI:

Hinter MYDI stehen die Senior-Experten-Organisationen aus Belgien (EXCHANGE), Deutschland (SES), Frankreich (AGIR, ECTI, OTECI), Finnland (NESTOR), Italien (ISES) und Österreich (ASEP), die europäische Konföderation dieser Organisationen (CESES) sowie die Comenius-Universität in Bratislava und die Stadt Helsinki.

Das Projekt wird vom Programm Erasmus+ der Europäischen Union kofinanziert.

Weitere Informationen erhalten Sie von Gisela Lange: g.lange@ses-bonn.de